Geschrieben von Christian Schnettelker

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Voltaxx responsive

Erneut wurde einer der von mir betreuten Webseiten einer „Verjüngungskur“ unterzogen, diesmal die Seite von Voltaxx, DJ und Musikproduzent aus Köln. (Screenshots von deviceponsive.com)

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Bei solchen Überarbeitungen, neudeutsch „Relounch“, bleibt idR vom ursprünglichen Code praktisch nichts übrig, alles wird von Grund auf neu in HTML5 und CSS aufgesetzt – das ist der praktikabelste Weg. Mit den damals benutzten Tabellen und GIF-Hintergrundbildern ließe sich ein modernes „Responsive Webdesign“ auch nicht oder nur sehr mühsam erreichen, also weg damit.

voltaxx.com - Tablet-Ansicht
Aber wenigstens der Text der alten Webseite konnte größtenteils übernommen werden, dieser ist auch für ein internationales Publikum gedacht und in Englisch, teilweise aber auch in Deutsch (siehe oben) gehalten.

Warum sind Pizza-Schachteln eckig?

Wo wir gerade beim Thema „Responsive Webdesign“ sind, bei vielen Layouts im Netz fällt mir auf, dass die Webdesigner oft keinen allzu großen Wert auf einen adäquaten Abstand zum Rand legen. Der Text ist dann, zur optimalen Platzausnutzung, nur wenige Millimeter von selbigen entfernt was mir persönlich eher nicht gefällt, das sieht so „reingequetscht“ aus.

voltaxx.com - SmartphoneIch finde, ein Design sollte auch etwas von einem Bild haben, wo oft ein Passepartout die Wirkung desselben verstärkt. Da ich Fan des Paretoprinzips, auch 80/20-Regel genant, bin setzte ich meistens den Inhalt der kleinen Ansichten auf 80% und lasse rechts und links 10% Platz, mir gefällt das einfach besser, auch wenn dann zwei oder drei Worte weniger ins Display passen.

Wenn das Universum alles ist und sich ausdehnt – wohin dehnt es sich dann?

In den großen Ansichten hat man manchmal ein anderes Problem, manche Webdesigner rechnen einfach nicht damit, dass es Leute wie mich gibt, die mit einem 27″ TFT und 2560 x 1440 Pixeln Auflösung durchs Netz wandern. Dann werden Textspalten manchmal so breit, dass das Layout schließlich nur noch grotesk aussieht.

Eine einfache CSS-Eigenschaft max-width könnte das unterbinden, aber diese Leute handeln nach dem altbekannten Grundsatz „alle haben den gleichen Bildschirm, wie ich“, siehe „Webdesign-Fehler, Folge 1: Unflexibles Layout“.

Wenn alle Stricke reißen – kann man sich dann noch erhängen?

Das war übrigens schon in den seligen 80er Jahren so, damals auf dem Atari ST gab es zahlreiche Anwendungen, die auflösungsabhängig programmiert waren. Mit einem etwas größeren Bildschirm, wie ich ihn damals schon besaß, funktionierten die Programme nicht und es regnete Bomben.

Gleichwohl gab es schon 1988 / 1989 die Möglichkeit, solche Programme mittels korrekter API-Abfragen sauber zu programmieren, aber diese Mühe machte man sich nicht. Zeiten ändern sich, die Menschen anscheinend nicht.

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