Servicewüste

Schlagwort: Servicewüste

14. März 2015 // Provider Typ F

Während eines aktuellen Webdesign-Projektes wanderte ich einmal mehr durch die deutsche Servicewüste auf der Suche nach Wasser. Es war, ist und wird wohl auch zukünftig traurig bleiben, nur selten ist eine Oase zu sehen. Lesen Sie hier, wie es mir ergangen ist.

T/S/F

Nachdem ein Webdesign-Projekt fertiggestellt ist kommt irgendwann die Phase des Uploads auf die Zieldomain. Viele meiner Kunden besitzen bereits eine Domain samt Webspace, nicht immer bei einem idealen Provider. Grob kann man die Anbieter wiefolgt kategorisieren:

■ Domain und Webspace des Kunden liegt bei einem großen, bekannten Provider, nachfolgend „Provider Typ T“ genannt. Ich habe relativ oft mit Kunden, die dort gelandet sind, zu tun. Massives Problem hier: aus „Sicherheitsgründen“ ist die Verwendung einer sogenannten .htaccess-Datei (dazu später mehr) gesperrt, was eine vernünftige Suchmaschinenoptimierung fast unmöglich macht.

Das bedeutet, dass der Kunden entweder den Provider wechseln, mit dieser drastischen Einschränkung leben oder Suizid begehen muss. Für mich bedeutet das in jedem Falle eine Menge Überzeugungsarbeit, denn auf den ersten Blick „funktioniert doch alles“. Weiterlesen

27. September 2014 // Fax ins Nirvana

Heute mal eine „lustige“ Geschichte aus der Praxis, speziell der absurdistanischen Servicewüste. Eine Kundin kämpft schon längere Zeit mit der Anmeldung bei Google Business (genauer gesagt der Eintragung in Maps, früher über „Google Places“).

Irgendwie klappte das nicht, sie bat mich um Hilfe. Aber auch ich stolperte immer über das Problem, dass „Big G“ die Bestätigung stets an die falsche (alte) Adresse senden wollte, obgleich alle Adressdaten im Google+ – Profil und der Webseite bereits aktualisiert wurden.

Whois?

Irgendwann kamen wir auf einen möglichen Übeltäter, mittels eines „Whois Loopup“ stellte sich heraus, dass der Eintrag „Registrant Street“ immer noch auf die alte Adresse verwies. Nunja, das lässt sich problemlos ändern, dachten wir in unserem inzwischen nicht mehr ganz so jugendlichem Leichtsinn. Gesagt, getan, ein Fax an den Provider, eine große, allseits bekannte und börsennotierte Firma in Berlin, ging umgehend raus. Passiert ist erstmal natürlich: nichts.

Mehrere Wochen verstrichen, ich fragte öfters bei der Kundin nach, ob wirklich alles wie besprochen angestoßen wurde, nichts geschah. Habe mich dann der Sache nochmals angenommen, das fragliche Formular wurde also erneut zur Kundin geschickt, welche dies zum zweiten Male, korrekt ausgefüllt und unterzeichnet, an den Provider weiterfaxte. Was passiert? Sie werden es erraten, natürlich nichts. Wochenlang. Weiterlesen