Plagiate

Schlagwort: Plagiate

19. Februar 2017 // Bochumer Herrschaften

Viele Leute sind anscheinend von meiner Seite begeistert, heute fand ich wieder einmal einen Text, der mich doch stark an den Einleitungstext meines Auftritts erinnert:


In diesem Falle hielt sich der Konkurrent allerdings zurück, bis auf den hier gezeigten Abschnitt fand ich keine weiteren, von meiner Seite „inspirierten“ Text und verzichte daher auf die Vergabe eines Plagiator-Codenamens. Sowieso habe ich mit dem letzten Plagiator noch zu tun, dazu werden Sie im Laufe des Jahres voraussichtlich mehr lesen können.

„Ihre Webseite von ihren Betrieb aus Essen“

Im hier dargestellten Fall hapert es dann doch deutlich mit dem Deutsch, der erste Satz aus meinem Text-Fundus ist, damit er in das Konzept passt, grammatikalisch äußerst fragwürdig verändert worden. Gleiches gilt für den letzten Satz, garniert wird das Ganze noch mit Flüchtigkeitsfehlern.

Ich habe mir die Inhaber der Konkurrenzfirma – es handelt sich um zwei junge Herren aus der Nachbarstadt Bochum – einmal angeschaut; schlagartig war mir klar, was hier los ist, aber mehr sage ich dazu lieber nicht. Stattdessen hier mein korrigierter und verbesserter Textvorschlag:

Webdesign in Essen
Damit die Webseite Ihres Betriebes in Essen gefunden wird, Ihnen neue Besucher und Kunden bringt und Sie weltweit gut aussehen lässt, sollten Sie nicht den erstbesten Webdesigner engagieren. Buchen Sie jemanden mit einer langjährigen Erfahrung in professionellem Webdesign von ███████. Wir bieten Ihnen auch die ständige Wartung und Pflege Ihrer Webseite an.

So richtig gefällt mir das aber nicht, es klingt hölzern und der letzte Satz kommt gleich polternd mit Zusatzangeboten ins Haus.

Was die Herren nicht wissen: ich hatte mir bei der Formulierung gerade des oberen Bereiches der Startseite einiges gedacht, um konkret auf den Punkt zu kommen und potentielle Kunden optimal anzusprechen. Durch die hier vorgenommenen unüberlegten Umbauten funktioniert das nicht mehr so recht – das ist „Der Fluch der bösen Tat“, wie es Schiller formulierte.

Webdesign für überall

Die zwei Herren beschränken sich bei ihrer (vermutlich neu begonnenen) Tätigkeit nicht auf Bochum, weit gefehlt. Um möglichst den kompletten Großraumes Rhein-Ruhr abzudecken hat man für jede größere Stadt eine eigene Unterseite angelegt: Webdesign Bochum, Webdesign Dortmund, Webdesign Essen, Webdesign Hattingen, Webdesign Düsseldorf, Webdesign Köln.

Daher habe ich mir bei auch einmal den SEO-Score der Startseite der beiden Bochumer Herren angeschaut, er liegt bei ziemlich erschütternden 57%, ist nach Schulnoten also mehr mangelhaft als gerade noch ausreichend.

Der Wert für die „Landing-Page“, auf welcher sich der von meiner Seite „inspirierte“ Text befindet, unterbietete das mit 44% (sehr mangelhaft) noch einmal, es wimmelt von Fehlern, die praktische jede SEO-Testseite anmahnt. Damit sind wir wieder bei den Aussagen meines oft kritisierten Artikels „SEO? Nie gehört…“ vom April 2014 angekommen. Dabei wirbt man doch so nett um die Gunst des Kunden (Schreibfehler wurden korrigiert):

Wir schauen uns Ihre Website genauer an und optimieren sie in der Hinsicht, sodass sie besser bei Google auffindbar ist und Sie dadurch mehr Reichweite bekommen.

Also wird wiedereinmal viel heiße SEO-Luft produziert und wenig handwerklich solide Arbeit geliefert.

Zuwenig

Das Wort „zuwenig“ beschreibt praktisch alle Plagiatoren, die mir in den letzten Jahren begegnet sind: zuwenig Lust bzw Talent, um Texte selber zu schreiben, zuwenig Bildung für eine halbwegs korrekte Rechtschreibung bzw. Grammatik und zuwenig Ahnung von grundsätzlichen Methoden der Suchmaschinenoptimierung.

Die Folge: zuwenig Kunden.

30. Dezember 2015 // Plagiator #6 – Der Dortmunder

Zum Jahresabschluss habe ich Plagiator Nummer 6 enttarnt, Codename „Der Dortmunder“. Dieses Mal hat man sich – im Unterschied zu seinen Vorgängern – größere Mühe gegeben, nicht ganz so schnell gefunden zu werden:
Der Dortmunder Plagiator, Absatz 1
Der Text entstammt meiner Seite „Webdesign-FAQ“, unverändert übernommen Wörter sind unterstrichen. Dabei versucht der gerissene Dortmunder mit kleineren Umformulierungen die Plagiate-Suchmaschinen auszutricksen: „Website“ statt „Webseite“, „Newspage“ statt „Aktuelles-Seite“, „detailliert“ statt „ausführlich“, „Pflege“ statt „Selbstpflege“ etc..

Funktioniert hat das alles leider nicht, denn meine Suchmaschine fand den Übeltäter trotzdem. Ebenfalls verwerflich: man frönt lustig und ohne Nachzudenken dem Denglisch-Wahn, bei Begriffen wie „Newspage“ bekomme ich persönlich Zahnschmerzen. Hier zum Vergleich mein Original-Text:

Weiterlesen

29. November 2015 // Plagiator #5 – Erfrischend besser

Und wieder ist ein Plagiator aufgeflogen, Teile meiner Seite „Arzt- und Praxishomepage“ fand ich heute mittels Plagiate-Suchmaschinen einmal mehr an ganz anderer Stelle im Netz wieder.

Im aktuellen Fall verwendet der Plagiator meine Leistungen aber nicht auf seiner Internetseite, sondern bewirbt damit seine Dienstleistungen in Form einer „Marketing-Anzeige“ auf (laut eigener Angabe) „einem der größten Anzeigenmärkte Deutschlands“.

Es handelt sich hierbei um eine Art Kleinanzeigen-Portal im Internet, welches mir persönlich bis dato völlig unbekannt war. Hier der Screenshot der Anzeige samt des plagiierten Textes:

Plagiator 5
Bei der Erstellung dieser Werbeanzeige hat die Agentur mit dem genialen Werbeslogan „Erfrischend besser“ wirklich alle Kosten und Mühen gescheut; so wurde Absatz eins und drei meines Textes unverändert Wort für Wort übernommen und auch für die Anzeige selber sind keine Kosten angefallen, denn das Motto des Portals lautet „Suchen, finden, kostenlos“. Weiterlesen

9. Oktober 2015 // Plagiator #4 – Stephanie (die Unholdin)

Wollte heute eigentlich über etwas anders schreiben, durch den Skandal zur Doktorarbeit einer gewissen adligen Verteidigungsministerin kam ich jedoch darauf, doch mal wieder nach Plagiaten meiner eigenen Texte auf manoftaste.de zu forschen. Seit der Enttarnung von Plagiator #3 – Der Vampir im Juli 2014 fehlte mir leider die Zeit dazu.

Tatsächlich, innerhalb von Sekunden war mittels plagiatefinder.de der Plagiator #4 gefunden, Codename „Stephanie“. Hier der Screenshot der Unterseite „Was wir tun?“, für welche diese „Unholdin“ weite Teile meiner Texte verwendet hat, um die Ernte für meine Arbeit einzufahren:

Plagiat
Jetzt wissen wir jedenfalls, was die gute Stephanie den ganzen lieben langen Tag so tut – plagiieren, bis der Anwalt Sturm schellt. Dabei ist sie wohl auch über meine Seite gestolpert und dachte sich „…mensch Stephanie, alte Unholdin – das ist so schön formuliert, das übernehme ich einfach. Merkt ja keiner.“

Dumm gelaufen, Stephanie, es hat doch jemand gemerkt – und wie es der Teufel will, ausgerechnet auch noch der Urheber. Zum Vergleich hier mein Original-Text: Weiterlesen

22. Juli 2014 // Plagiator #3 – Der Vampir

So langsam wird es langweilig, sobald ich eine Plagiat-Suchmaschine anwerfe, findet diese umgehend weitere sogenannte „Webdesigner“, die anscheinend dergestalt unkreativ sind, dass sie die Texte anderer klauen müssen. Vielleicht sollte ich es sportlich und als Kompliment für meine Arbeit nehmen, aber ich sehe es ehrlich gesagt nicht ein, warum andere die Ernte für meine Mühen einfahren sollen.

Hier also die Screenshots des Mitessers und Blutsaugers Nummer drei, Codename „Der Vampir“. Zuerst die „About“-Seite, komplett von meiner Startseite geklaut:

Plagiat Urheberrechtsverletzung - About-Seite
Weiterlesen

15. Juli 2014 // Plagiator #2 – Made without any effort

Manche Leute sind wirklich dreist, dreister geht es schon fast gar nicht. Irgendwie kam ich heute drauf, mal wieder eine Plagiat-Überprüfung für meine Inhalte mittels der Seite plagscan.com durchzuführen, dazu ließ ich das Programm nach dem ersten Abschnitt meiner Startseite suchen.

Was soll ich sagen, ich traute anschließend meinen Augen nicht: der Service warf mir eine Internetseite aus, in der ich einen Großteil meiner Texte – praktisch ohne Änderungen – bei einem anderen „Webdesigner“ hier aus Essen vorfand.

Hier hat man nicht einmal versucht, etwas zu kaschieren, sondern direkt alles passend erscheinende 1:1 übernommen. Und das bei meiner unmittelbaren Konkurrenz hier in Essen, dümmer und dreister geht’s wirklich nimmer… Zur Ansicht und als Beweis ein Screenshot des Textes der Startseite:

Plagiat Startseite
Weiterlesen

14. Februar 2013 // Neues von Karl-Theodor

Leser meines Blogs werden sich sicher noch an den parasitären Plagiator aus dem schönen Thüringen erinnern, dessen Machenschaften ich Anfang diesen Jahres enttarnte und welchem ich den Spitznamen „Karl-Theodor“ gab.

Zwischenzeitlich wurde ja auch einer gewissen Ministerin, der ebenfalls die Mühe, eigene Texte zu erstellen, anscheinend zu mühsam war, der Doktortitel entzogen – wie passend!

Nun, mein Karl-Theodor hat sich inzwischen auf meine Email hin gemeldet, er schrieb mir, Zitat: „…da die Texte von einem befreundeten Texter stammen, kann ich keine Aussage dazu machen. Ich werde die Texte aber zeitnah entfernen“. Weiterlesen

3. Januar 2013 // Gestatten: Karl-Theodor

Der Erfolg einer Webseite und steigende Positionen in den Suchmaschinen zieht irgendwann auch eine gewisse Sorte von Parasiten und Mitessern an: die Plagiatoren.

Diese denken in etwa nach folgendem Muster: warum Inhalte mühselig und zeitaufwendig selber schreiben, wenn man doch einfach im Netz die passenden Texte für seine Seiten „zusammengooglen“ und per Copy & Paste übernehmen kann? Merkt ja keiner…

Zertifiziertes Text-Recycling

Doch die Plagiatoren schreiben nicht nur ungerne, sie lesen auch offensichtlich wenig und verfolgen anscheinend selten die Nachrichten. Andernfalls wüssten sie, dass man kopierte Texte dank geeigneter Webdienste heute sehr wohl feststellen kann – eine Tatsache, durch die bereits ein gewisser Minister mit Gelfrisur vor einigen Monaten notgedrungen von seinem Amt zurücktreten musste. Weiterlesen