Geschrieben von Christian Schnettelker

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Plagiator #5 – Erfrischend besser

Und wieder ist ein Plagiator aufgeflogen, Teile meiner Seite „Arzt- und Praxishomepage“ fand ich heute mittels Plagiate-Suchmaschinen einmal mehr an ganz anderer Stelle im Netz wieder.

Im aktuellen Fall verwendet der Plagiator meine Leistungen aber nicht auf seiner Internetseite, sondern bewirbt damit seine Dienstleistungen in Form einer „Marketing-Anzeige“ auf (laut eigener Angabe) „einem der größten Anzeigenmärkte Deutschlands“.

Es handelt sich hierbei um eine Art Kleinanzeigen-Portal im Internet, welches mir persönlich bis dato völlig unbekannt war. Hier der Screenshot der Anzeige samt des plagiierten Textes:

Plagiator 5
Bei der Erstellung dieser Werbeanzeige hat die Agentur mit dem genialen Werbeslogan „Erfrischend besser“ wirklich alle Kosten und Mühen gescheut; so wurde Absatz eins und drei meines Textes unverändert Wort für Wort übernommen und auch für die Anzeige selber sind keine Kosten angefallen, denn das Motto des Portals lautet „Suchen, finden, kostenlos“.

Wenn der Mensch nun noch dem PC vom Sperrmüll verwendet und den Strom dafür beim Nachbarn abzapft ist es vollbracht: die 100% mühe- und kostenlose Werbeanzeige! Armes Deutschland, dass Du mit solchen mittellosen und unkreativen Werbeagenturen geschlagen bist!

Der Fluch der bösen Tat

Viel Erfolg hatte man mit der Anzeige allerdings trotzdem nicht, nur 163 Aufrufe seit Februar 2015 und nur ein einziger Klick auf das Angebot – und dieser eine, einzige Klick kam dann auch noch vom angesäuerten Original-Urheber des Textes.

Es scheint also doch eine „höhere Gerechtigkeit“ zu geben, frei nach den bekannten Ausspruch in Friedrich Schillers Werk „Wallenstein. Die Piccolomini„:

Das eben ist der Fluch der bösen Tat, dass sie, fortzeugend, immer Böses muss gebären

Habe den erfrischend besseren Missetäter angeschrieben und aufgefordert, den Text umgehend zu entfernen. Mal sehen, was passiert…

Nachtrag vom 01. Dezember 2015

Inzwischen ist die Anzeige gelöscht, zu einem Kommentar oder gar einer Entschuldigung konnte man sich natürlich nicht durchringen.

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