Geschrieben von Christian Schnettelker

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Nerd Deluxe: Rechnerbau 2016

Habe letzte Woche endlich meinen Quadcore (Q6600) – Rechner aus 2008 in Rente geschickt und einen neuen Hauptrechner zusammengestellt. Hier eine Liste der verbauten Komponenten:

  • Gehäuse: Fractal Design Define XL R2 titan gedämmt Midi Tower
  • Mainboard: Asus X99-E Intel X99, Sockel 2011-3
  • CPU: Intel Core i7 6800K 6x 3.40GHz
  • Kühler: Noctua NH-U9DX i4 Tower Kühler
  • Hauptspeicher: DDR4 32GB (2x 16384MB) Corsair Vengeance LED rot
  • Grafikkarte: MSI GForce GT 740 OC 2GB GDDR5
  • Systemlaufwerk: SSD 256GB Samsung 950 Pro M.2
  • Netzteil: 500 Watt be quiet! Straight Power
  • Massenspeicher: 2000GB WD Red WD20EFRX

Das Ganze läuft mit Windows 10, ich kann mich trotz aller Datenschutzbedenken weiterhin nicht mit Linux anfreunden, was ich auch beim Projekt „Videotext von VHS auslesen“ im Mai wieder gemerkt habe. Vielleicht kommt irgendwann einmal der Tag, aber zur Zeit (Oktober 2016) sehe ich bei meiner Arbeitsweise und den verwendeten Programmen keine Alternative.

Chemiedämpfe

Der Zusammenbau dauerte einen Tag, einen weiteren Tag verbrachte ich damit, alle Überwachungsfunktionen und Helferlein zu deaktivieren, die Windows 10 so mitbringt. Dafür habe ich u.A. die Software „w10Privacy“ installiert und einige entsprechende Youtube-Anleitungen studiert.

PC-Hardware
Übrigens hatte ich nach dem Zusammenbau abends rasende Kopfschmerzen, ich kann mir das nur durch Chemiedämpfe erklären, die aus den vorher luftdicht verpackten und nun unter Strom stehenden Platinen ausströmen. Der Rechner wurde daher vorsorglich zwei Tage in einem Nebenraum bei offenem Fenster laufen gelassen, damit der Geruch „ausdünstet“. Mittlerweile riecht man nichts mehr.

Neu war für mich auch die Installation des Systemlaufwerks, eine M.2-SSD, die direkt auf dem Mainboard in einem speziellen Slot eingesteckt wird und so den SATA-Anschluss umgeht. Da eine Anleitung fehlte musste ich mich auch hier erst auf Youtube schlau machen, wie genau das eingebaut wird. Rein theoretisch soll ein dergestalt angeschlossenes Systemlaufwerk aber bis zu fünf mal schneller sein, was den Preisunterschied von 20 EUR denke ich mehr als rechtfertigt.

Ich habe mich auch gegen eine Wasserkühlung entschieden, da man die dort zirkulierende Spezialflüssigkeit angeblich alle zwei bis drei Jahre auswechseln muss. Die Noctua-Kühler hatte ich schon bisher mit sehr guten Ergebnissen verbaut und bin schließlich doch bei der bewährten Luftkühlung geblieben.

Die Kraft von sechs Kernen

Die Installation und Einrichtung aller Programme kostete mich zwei weitere Tage, inzwischen läuft alles wieder und ich bin sehr zufrieden. Die neue Hardware und der i7-6800K bietet natürlich sehr viel mehr Rechenkraft als bisher, so benötigt das Umcodieren einer HD-Spielfilmaufnahme nun nicht mehr ca. 20 Stunden, sondern nur noch zwei bis drei – obgleich VirtualDub zur Berechnung hauptsächlich nur einen Kern nutzt.

Man merkt die deutliche stärkere CPU mit ihren sechs / zwölf Kernen auch bei den allgemeinen Arbeiten, alles läuft deutlich flüssiger ab als gewohnt.

Virtuelle Desktops

Sehr komfortabel finde ich auch die virtuellen Desktops von Windows 10, das kommt meiner Arbeitsweise sehr entgegen. Schade, dass man ohne Zusatzprogramme den verschiedenen Desktops zur Zeit nicht auch verschiedene Hintergrundbilder zuordnen kann, das wäre dann optimal.

Im neuen Rechner löst nun VeraCrypt das leider nicht mehr gepflegte TrueCrypt ab, statt OpenOffice verwende ich jetzt LibreOffice und statt FreeMind habe ich die MindMap-Software „SimpleMind“ lizenziert.

Vor dem neuen Email-Programm („App“) namens „Mail“ bin ich zurückgeschreckt, da ich auf meine inzwischen 13 Jahre und 10 GB umfassende Email-Sammlung nicht verzichten wollte. Es läuft so jetzt immer noch das „Windows Live Mail 2012″, welches gottlob auch unter Windows 10 noch funktioniert.

In ein paar Monaten plane ich, den Rechner nochmals mit weiteren 32 GB, einem Blu-ray-Brenner und einer stärkeren Grafikkarte aufzurüsten.

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