Geschrieben von Christian Schnettelker

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Plagiator #2 – Made without any effort

Manche Leute sind wirklich dreist, dreister geht es schon fast gar nicht. Irgendwie kam ich heute drauf, mal wieder eine Plagiat-Überprüfung für meine Inhalte mittels der Seite plagscan.com durchzuführen, dazu ließ ich das Programm nach dem ersten Abschnitt meiner Startseite suchen.

Was soll ich sagen, ich traute anschließend meinen Augen nicht: der Service warf mir eine Internetseite aus, in der ich einen Großteil meiner Texte – praktisch ohne Änderungen – bei einem anderen „Webdesigner“ hier aus Essen vorfand.

Hier hat man nicht einmal versucht, etwas zu kaschieren, sondern direkt alles passend erscheinende 1:1 übernommen. Und das bei meiner unmittelbaren Konkurrenz hier in Essen, dümmer und dreister geht’s wirklich nimmer… Zur Ansicht und als Beweis ein Screenshot des Textes der Startseite:

Plagiat Startseite
Einziger Eigenbeitrag des Plagiators ist der peinliche Denglisch-Zusatz „made with love in Essen“ in der Überschrift – und dann schreibt man noch „Gemany“ statt „Germany“! Tolle Wurst, ich bin stolz auf Dich!

Die Adresse ist ganz in der Nähe von mir, da könnte ich einmal hinfahren und ihm als „Graf von Monte Fausto“ zeigen, wie lieb ich meine Texte habe – aber man ist ja ein friedfertiger Mensch…

Kompetenzen in Copy & Paste

Weiter geht’s mit dem dreisten Kopier-Karussell, jetzt zu seiner / meiner Seite „Kompetenzen“:

Plagiat Kompetenzen, Seite 1Plagiat Kompetenzen, Seite 2
Noch nicht genug? Auch den Inhalt meines Kostenrechners fand der parasitäre Plagiator toll und kopierte diesen wiederum 1:1, wobei man offensichtlich allerdings geistig nicht in der Lage war, die Javascript-Funktionen zur sofortigen Berechnung eines Endpreises umzusetzen:

Plagiat Kostenrechner
Eine Frechheit, ich schäume noch jetzt vor Wut. Habe beim Plagiator umgehend angerufen und ihm eine Frist von sieben Tagen zur Entfernung meiner Texte gesetzt, andernfalls – Prozess am Hals!

Es handelte sich bei diesem übrigens der Stimme nach um einen jüngeren Menschen und man behauptete erneut, dass „ein Freund“ für die Texte verantwortlich wäre – die Standardausrede aller parasitären Beutelschneider und Mitesser. Aber: Unwissenheit, Vollverblödung dank Unterschichten-TV und jugendlicher Leichtsinn schützen vor Strafe nicht.

Copyright

Übrigens, um die persönliche Inkompetenz nochmals zu unterstreichen verweist man im Impressum einmal mehr dreist (inklusive Kommafehlern) auf ein in Deutschland gar nicht gültiges „Copyright“ an den angeblich eigenen Inhalten:

Plagiat Copyright
Diesbezüglich gleichen sich alle bisherigen Plagiatoren, der Unterschied zwischen anglo- amerikanischen Copyright und dem deutschen Urheberrecht will einfach nicht in den nur mit Dschungelcamp-Inhalten gefüllten Schädel hinein, daher würfelt man alle Begriffe lustig durcheinander, siehe auch meinen Artikel „Gestatten, Karl-Theodor“ vom 03. Januar 2013.

Habe jetzt erst einmal wieder genug für heute, Stunden vertrödelt man mit solchen elenden Strauchdieben. Am meisten ärgert es mich, wie einfach sich diese Spacken erwischen lassen und das man nicht, aber auch gar nichts aus den Skandalen um die falschen „Doktores“ der letzten Zeit gelernt hat. Bildungsfernes, faules und parasitäres Volk – euch gehört meine volle Verachtung!

Nachtrag vom 28. Juli 2014

Plagiator #2 hat inzwischen alle Texte geändert, man war einsichtig. Dazu fällt mir gerade ein Spruch von Al Bundy in Season 7, Folge 19 ein: „Beschiss ist es erst, wenn Du Dich erwischen lässt“.

Nachtrag vom 30. November 2015

Habe heute, nachdem gestern Plagiator #5 aufgeflogen ist, auch diesen Mitesser noch einmal besucht. Selbiger hat die plagiierten Texte einigermaßen geschickt umgeschrieben, da kann ich nichts machen. Über gestalterischen Geschmack lässt sich natürlich vortrefflich streiten, eine Reihe von kapitalen handwerklichen Fehler sind mir aber aufgefallen:

  • Seine Webseite wurde kürzlich komplett überarbeitet, dabei ignoriert der Mensch allerdings die Tatsache, dass im Jahre 2015 neue Webseiten unbedingt an mobile Geräte angepasst werden sollten, Stichwort „Responsive Webdesign“. Au weia.
  • Hinsichtlich Suchmaschinen ist er weiter unterbelichtet, ein SEO-Score von nur 59% – au weia. Der Kardinalfehler „Home“ als Title-Tag ist natürlich auch dabei.
  • Bei allen Bildern im Kopf herrscht Eierkopfalarm – au weia.
  • Der Dienst auf https://validator.w3.org/ findet sagenhafte 26 Fehler im HTML-Code – au weia.

Alles Faktoren, die mit Sicherheit verhindern werden, dass dieser Mensch zu einer ernst zu nehmenden Konkurrenz für mich wird. Mir soll es recht sein.

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