Geschrieben von Christian Schnettelker

Links deluxe, Folge 3

Seit dem letzten Beitrag in meiner kleinen Serie „Links deluxe“ ist bereits fast ein Jahr ins Land gegangen, hier also wieder einige Links zu Seiten und Programmen, die mir in der Zwischenzeit aufgefallen sind. Wie immer alles rein subjektiv und unbeeinflusst, diesmal liegt der Focus auf nützlichen Programmen für Windows.

http://sourceforge.net/projects/freeplane/

Seit einiger Zeit nutze ich das sogenannte „Mind-Mapping“ intensiv am PC, damit lassen sich wunderbar Zusammenhänge und Pläne visualisieren, vorausgesetzt, man hat einen wirklich großen Bildschirm – sonst macht das keinen Spaß. Das Open-Source-Programm „Freeplane“, welches ich dazu benutze, funktioniert wunderbar und sehr zuverlässig, allerdings scheint mir die Programmoptik doch leider etwas in die Jahre gekommen zu sein.

Auch die Default-Einstellungen für die Mindmaps sind in der Regel scheußlich: quietschbunte Farben mit altbackenen Fonts, man muss also alles etwas mühsam verstellen, damit es auch optisch einigermaßen gut aussieht. Nützlichkeitsfaktor: ★★★★ (vier von fünf Sternen).

http://deviceponsive.com/

Ein responsives, auch auf mobile Endgeräte wie Tablets und Smartphones angepasstes Webdesign ist heute ein praktisch bei jedem neuen Projekt selbstverständlicher Wunsch. Um das Testen zu vereinfachen und dem Kunden anschließend das Layout vorstellen zu können nutze ich inzwischen gerne den Service auf deviceponsive.com.

Der Vorteil gegenüber anderen Lösungen, die ich auch innerhalb dieser Serie bereits vorgestellt habe, ist die Vielzahl der dargestellten Geräte und die gegenüber ami.responsivedesign.is nicht verkleinerte Darstellung der jeweiligen Inhalte. Als Nachteil muss ich aber auch erwähnen, dass man auch hier ohne einen richtig großen Bildschirm wenig Freude an der Seite haben wird. Nützlichkeitsfaktor: ★★★★ (vier von fünf Sternen).

Stickynotes

Was viele, inklusive meiner Person, bis dato nicht wussten ist, dass Windows ab Windows Vista ein extrem nützliches Organisationstool namens „Stickynotes“ respektive „Kurznotizen“ mitbringt. Dies ist sozusagen eine digitale Alternative zu den gelben Klebezetteln, die wir alle kennen und die leider, dank miserabler China-Kleberqualität, praktisch immer in einem unbeobachteten Moment abfallen, vergilben und irgendwie verschwinden.

Diese Notizen lassen sich nach Belieben auf dem Desktop platzieren, ich nutze dazu einen zweiten Bildschirm, der inzwischen fast vollständig mit diesen gelben Zetteln bedeckt ist:

Screenshot Desktop mit Stickynotes
Die praktischen Kurznotizen finden Sie unter Alle Programme / Zubehör / Kurznotizen. Nützlichkeitsfaktor: ★★★★★ (fünf von fünf Sternen).

http://keepass.info/

Jahrelang hatte ich meine Passwörter, die man sich unmöglich alle merken kann, mittels einer einfachen ASCII-Textdatei verwaltet. Inzwischen bin aber auch ich aus Übersichtlichkeits- und Sicherheitsgründen zu einem sogenannten „Passwort-Manager“ gewechselt, in meinem Fall zu dem frei verfügbaren „KeePass“.

Bei diesem Programm gefällt mir insbesondere, dass es auch in einer „portable“- Version vorhanden ist, sodass ich den Manager inklusive Passwort-Datei auf einem virtuellen Laufwerk halten kann, das widerrum verschlüsselt ist und von dem ich regelmäßig Sicherungskopien ziehe – man kann ja nicht vorsichtig genug sein. Schön ist auch der Generator für sichere Passwörter, der eine frei wählbare Anzahl von zufälligen Zeichen erzeugen kann und die „Auto-Type“ -Funktion. Nützlichkeitsfaktor: ★★★★ (vier von fünf Sternen).

http://www.tineye.com/

Die Bilder-Suchmaschine „TinEye“ ermöglicht das Suchen nach Bild-Kopien im Netz anhand eines hochgeladenen Musters. Der Dienst verwendet dabei nicht Metadaten oder Dateinamen, um Kopien zu ermitteln, sondern erkennt anhand eines mathematischen Verfahrens die Inhalte der übergebenen Bilder und gleicht sie mit den bereits indizierten Bildern ab. Sehr nützlich, um illegale Kopien eines Werkes oder auch einfach nur Fotos in einer höheren Auflösung zu finden.

Nachteile: manchmal sehr träge, Duplikate werden nicht immer sicher gefunden. Der Dienst lässt sich auch mittels eines praktischen Browser-Plugins in Firefox, Chrome, Safari, Internet Explorer & Opera einbinden und ermöglicht dann eine Suche über den Rechtsklick auf ein Bild. Nützlichkeitsfaktor: ★★ (zwei von fünf Sternen).

http://stevemiller.net/puretext/

Immer, wenn ich Texte aus Word oder Emails zur weiteren Verwendung über die Zwischenablage kopiere, übernimmt Windows automatisch auch meist ungewünschte Formatierung in HTML und CSS, die später dann viel Ärger bereiten können.

Um diesen sogenannten „Rich Text“ los zu werden nutzte ich bis dato meist den Texteditor „Notepad“: einfügen und erneut kopieren, dann sind die Formatierungen gelöscht und nur der gewünschte Text bleibt erhalten. Noch einfacher geht das mit dem praktischen Tool „Pure Text“; einmal installiert genügt ein Klick auf das PT-Logo in der Taskleiste, um den ganzen „Müll“ zu entfernen. Nützlichkeitsfaktor: ★★★ (drei von fünf Sternen).

http://www.colorzilla.com/gradient-editor/

Farbverläufe lassen sich inzwischen wunderbar per CSS realisieren, die Zeiten von Hintergrundgrafiken als JPG oder GIF sind vorbei. Mittels eines der zahlreichen „online Gradient-Generatoren“ können Verläufe komfortabel erstellt werden, die notwendigen CSS-Werte zeigt das Programm in Echtzeit an, diese lassen sich anschließend einfach per Copy & Paste ins Layout übernehmen.

Der Farbverlauf auf der von mir neu gestalteten oberflaeche.com wurde beispielsweise mittels des „Ultimate CSS Gradient Generator“ erstellt. Nützlichkeitsfaktor: ★★★ (drei von fünf Sternen).

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