Geschrieben von Christian Schnettelker

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Kölner Dom oder Kapelle?

Soll eine neue Webseite erstellt werden ist zuerst einmal der Enthusiasmus groß. Dies muss unbedingt rein, dass habe ich da und da gesehen, man könnte doch… es liegt mir fern, diese Begeisterung zu trüben.
Türme des Kölner Doms
Bei den Erstgesprächen über neu zu erstellende größere Webprojekte gebe ich den Kunden trotzdem immer den Rat, erst einmal eine in einem überschaubaren Zeitrahmen zu realisierende Basis-Webseite zu planen. Von dieser Basis ausgehend kann die Seite dann nachfolgend Schritt für Schritt ausgebaut werden.

Bauzeit ca. 600 Jahre

Um dies zu verdeutlichen ist mein Beispiel meist das des Kölner Doms. Bekanntlich haben die Kölner seit Baubeginn im Mittelalter Jahrhunderte gebraucht, um diesen fertig zu stellen – erst Kaiser Wilhelm der I. konnte das Meisterwerk 1880 und somit über sechshundert Jahre später einweihen.

Besser wäre es vielleicht gewesen, zuerst einen wichtigen Teil des Domes (eine „Kapelle“) zu errichten, die die Grundfunktionen erfüllt und dann Stück für Stück den kompletten Dom fertig zu stellen. Das ist natürlich nur ein Vergleich und im wirklichen Leben so technisch schwer realisierbar, aber ich glaube, es wird deutlich, was ich damit meine.

Sankt Nimmerlein

Meine Erfahrung zeigt, dass viele Kunden nach der ersten Enthusiasmusphase schnell die rechte Lust auf die Seiten verlieren: die Ideen gehen aus, Inhalte zu beschaffen wird mühsamer, Frust stellt sich ein und andere Aufgaben drängen.

So kann es passieren, dass die Webseiten – eben wie jener Kölner Dom – lange Zeit als traurige Baustelle dahinsiechen und vielleicht sogar nie fertig gestellt werden. In diesem Falle wünschte man sich, man hätte doch wenigstens die Kapelle fertig und müsste die Besucher nicht mit „coming soon“ auf Sankt Nimmerlein vertrösten.

Fazit

Definieren Sie die Kernfunktionen Ihrer neuen Seite, die zuerst realisiert werden sollen und setzen Sie sich für den weiteren Ausbau erreichbare Ziele, ich stehe Ihnen dabei gerne beratend und mit meiner Erfahrung zur Verfügung. Und übrigens, nochetwas hat eine professionelle Webseite mit dem Kölner Dom gemeinsam: sie wird niemals ganz fertig.

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