Geschrieben von Christian Schnettelker

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Joomla Update Horror

Sogut Joomla als Content Management System auch sein mag, es hat einen großen Nachteil: der Update-Vorgang ist seit Jahren ein einziger Horror. Es gleicht einem Glücksspiel, ob die automatische Aktualisierung durchläuft oder – was bei den von mir betreuten Installationen leider auch passiert – der Vorgang mit einer nicht besonders aussagekräftigen Fehlermeldung abgebrochen wird.

Russisches Roulett

Die Ursachen hierfür sind zahlreich, bei mir oft in der Rechteverwaltung des Linux-Servers zu suchen, auf dem der Auftritt gespeichert („gehostet“) wird. Ein von meinen Kunden gebuchter Provider hat beispielsweise die unangenehme Eigenschaft, für FTP und PHP verschiedene Benutzer zu verwenden, was dann später beim Joomla-Update Probleme macht, wenn der Benutzer PHP versucht, eine durch den Benutzer FTP geänderte / hochgeladene Datei zu ersetzen.

Der Update-Vorgang bricht ab („Cannot open file xyz for writing“) und hinterlässt das System in einem undefinierten Zustand, da nur Teile des Updates aufgespielt sind. Dann hat man den Salat.

Eine zweite Möglichkeit, das Update über den „Extension Manager“, scheidet meist auch aus. Hier liegt das Problem in den Dateigrößen der Update-Datei und der ggf. nicht vorhandene Möglichkeit, bei gemietetem Webspace mittels php.ini die upload_max_filesize zu beeinflussen. Und auch hier kann es zu den oben beschriebenen Rechte-Problemen kommen.

WordPress ist diesbezüglich übrigens viel besser gestrickt, dort habe ich solche Problem noch nicht erlebt. Allerdings muss ich auch nur zwei WordPress-Installationen betreuen, im Gegensatz zu einer zweistelligen Anzahl von Joomla-Systemen.

Manuelles Update

Da ich dieses „Russische Roulett“ endgültig leid war habe ich mich eingelesen und bin zur Methode des manuellen Updates übergegangen. Hierbei wird die Update-Datei von joomla.org heruntergeladen, entpackt und manuell per FTP aufgespielt. Über das FTP-Programm (ich verwende seit vielen Jahren „FileZilla“) hat man die Kontrolle, ob alles geklappt hat und kann bei Fehlern nachjustieren.

Hier die Vorgehensweise in einfachen Schritten:

  1. Download des Update-Paketes von https://downloads.joomla.org/
  2. Update-Datei entpacken
  3. Alle entpackten Dateien markieren und in die Joomla-Installation hochladen. FileZilla ist bei mir so eingestellt, dass vorhandene Dateien ohne Nachfrage überschrieben werden. Ganz unten sieht man die Anzahl erfolgreicher und ggf. fehlgeschlagener Vorgänge.
  4. Es muss nun noch die Datenbank aktualisiert werden. Dazu loggen Sie sich in Joomla ein und wählen Erweiterungen > Verwalten > Datenbank. In der Regel steht dort jetzt, dass die Datenbank nicht aktuell ist. Ein Klick auf die Schaltfläche „Reparieren“ genügt, schon ist alles fertig.

Eine wesentlich ausführlichere Anleitung inklusive Lösungen für eventuelle Probleme finden Sie auf https://www.marcobeierer.ch/anleitungen/joomla-update-anleitung

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern.
Benjamin Franklin

Bisher klappt dies sehr gut, auch wenn es etwas mühsamer ist als das automatische Update bin ich die bangen Sekunden beim Update-Vorgang endlich los. Ich sehe mir die Radieschen noch früh genug von unten an, solchen den Alterungsprozess beschleunigenden Ärger brauche ich nicht auch noch.

Kommentare

Kommentare

  1. Björn schrieb:

    Ja, bei Joomla ist das wirklich ein Jammer (daher auch das J!). Bei WordPress läuft es meistens gut, aber besonders gern habe ich es ja, wenn mein gekauftes WordPress Theme noch nicht kompatibel zur aktuellen WP Version ist, und ich manuell ein Update beim Themeentwickler runterladen muss, um WP wieder in einen annehmbaren optischen Zustand zu versetzen!

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