Serie: Webdesign-Fehler

Kategorie: Serie: Webdesign-Fehler

5. Dezember 2015 // Webdesign-Fehler, Folge 7: Bildersuche ignorieren

Ein sehr häufiger Webdesign-Fehler ist es, die Möglichkeiten einer Bildersuche zu unterschätzen und beim Aufbau bzw. der Optimierung der Seite zu ignorieren. Ein Bespiel aus der Praxis:

Gesuchtes Ersatzteil
Dieses fiese kleine Plastikteil fehlte mir neulich, es dient zum direkten Anschluss des Ablaufes einer Waschmaschine (oder Spülmaschine) an einen Siphon.

Normalerweise wird der Ablauf einer solchen Maschine seitlich neben dem Abfluss einer Spüle angeschlossen; in manchen Fällen gibt es aber keine Küche, wie bei mir, wo die Waschmaschine im Bad steht. Oder habe Sie eine Küche im Bad?

Ham wa nich!

Das Problem an der Sache war, dass dieses kleine Teil keinen Namen hat, nachdem man im Baumarkt fragen oder nach dem es sich „googlen“ lässt. Apropos Baumarkt, die Nachfrage dort erwies sich einmal mehr als völliger Reinfall, zuerst verkaufte die dortigen Experten eine völlig falsche Lösung und konnten beim zweiten Versuch das gesuchte Teil nicht liefern. „Ham wa nich!“ Weiterlesen

8. November 2014 // Webdesign-Fehler, Folge 6: SEO ignorieren

Denjenigen, die meinen Blog schon länger verfolgen, wird vieles in diesem Artikel genanntes bekannt vorkommen, trotzdem kann man es eigentlich nie oft genug sagen bzw. schreiben: ohne zumindest grundsätzliche Kenntnisse über die Suchmaschinenoptimierung (SEO) zu besitzen, müssen Sie bei Ihrer späteren Webseite auf einen „Zufallstreffer“ hoffen und können sich keine guten Platzierungen in den Google-Suchergebnissen erhoffen.

SEO Suchmaschinenoptimierung
Wenn Sie die Seiten nicht selber erstellen achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr zukünftiger Webdesigner nicht nur von SEO redet und mit zahlreichen Denglisch-Fachbegriffen um sich wirft, sondern auch entsprechend handelt; überprüfen Sie zumindest eine oder zwei aufgeführte Referenzen mittels eines SEO-Bewertungstools, die finden Sie zuhauf im Netz.

Beurteile einen Menschen lieber nach seinen Handlungen als nach seinen Worten; denn viele handeln schlecht und sprechen vortrefflich
(Matthias Claudius)

Übrigens schützen Sie auch tolle Referenzen und satte vierstellige Beträge nicht, diesbezüglich „skalpiert“ zu werden. Weiterlesen

17. Mai 2014 // Webdesign-Fehler, Folge 5: Schlechtes Deutsch

Der fünfte Teil meiner kleinen Serie zu Fehlern im Webdesign behandelt etwas, was mir in den letzten Jahren zunehmend, insbesondere bei Facebook-Beiträgen und Zeitungskommentaren, aufgefallen ist: die Leute können oder wollen nicht mehr richtig schreiben. Oft nicht mal ansatzweise.
Webdesign-Fehler, Folge 5: Schlechtes Deutsch
Angefangen bei dramatischen Schwächen hinsichtlich Interpunktion über wirre Grammatik-Konstruktionen, schlicht falsch geschriebenen Wörtern, komplett falscher Groß- und Kleinschreibung bis hin zum fehlenden roten Faden findet sich alles, wofür man in der Schule höchstens ein „mangelhaft“ bekommen und meine Mutter mich tagelang zum Nachsitzen verdonnert hätte.

„Das Microsoft Windows Einfach mal Wieder Länger leben Läst und Vieleicht das Irgendwann mal Windows so Aussieht wie XP oder Win 7. Den Die Neue Versionen sind doch einfach nur scheiße . Win Vista wahr schon scheiße dann kam win 7 ok dann win 8 . 8.1 und jetz wieder ein Neues Windows glauben die eingeenlich die leute können das Geld was Microsoft dafür haben will Scheißen oder was . Ich bleibe bei win 7 den Anderen Schwachsin brauche ich nicht .“

(Beitrag eines offensichtlichen Schöngeistes und Romanciers zu einer Diskussion über Windows 9 in einem Computerforum. Ich zähle 38 Fehler in nur fünf Sätzen.)

Ist das bei flüchtigen Kommentaren oder Facebook-Postings schon schlimm genug, verewigt man seine eigene Unfähigkeit mit einem in schlechtem Deutsch geschriebenen Text auf der Internetseite und blamiert sich gleich weltweit. Toll! Weiterlesen

7. November 2013 // Webdesign-Fehler, Folge 4: Schreibfaulheit

Eigentlich klar: im Netz suchen Menschen Informationen, also Texte, Bilder, Videos, Audio-Dateien, Adressen, Öffnungszeiten, Rezensionen etc.. Wer nichts zu bieten und zu sagen hat, oder wem das Erstellen guter Texte zuviel Arbeit ist, sollte besser keine Webseite betreiben.
Inhalt Schreiben Text Content

Schreibfaulheit

Bei meinen Projekten kämpfe ich regelmäßig mit dem Problem, dass viele Leute einfach entweder schreibfaul sind, keine Zeit dafür finden oder einfach meinen, „das reicht schon“. Normalerweise sagt man ja: „fasse Dich kurz“, im Netz ist diese Weisheit aber eher kontraproduktiv. Weiterlesen

11. September 2013 // Webdesign-Fehler, Folge 3: Introseiten

Ende der 90er und Anfang der 2000er Jahre waren sie „en vogue“: Introseiten, auch „Splashpages“ genannt, vorzugsweise mittels Flash realisiert. Auch ich hatte 2001/2002 für die Seite unserer damaligen Firma „Schallpark“ in Bochum auf Druck der Kollegen eine solches, die Besucher der Seiten belästigendes Intro gebastelt, ich gebe es zu. Das wichtigste Element einer solchen Seite war und ist der „Skip“ bzw. „Überspringen“- Link. Sie hat bei genauem Nachdenken auch nur Nachteile, welche im Folgenden in meiner Reihe „Webdesign-Fehler“ aufführe.

Flash-Intro

Nachteile

Die Idee einer Introseite ist: man möchte den Besucher mit einer fantastischen Animation beeindrucken, so nach dem Motto: „Booooah, was für eine tolle Firma habe ich denn hier entdeckt?!?!“. Dumm nur, dass das meist nicht klappt, denn eine wirklich beeindruckende Animation gelingt den Wenigsten, mir damals auch nicht. Meist sind diese „Animationen“ ehr peinlich und billig, im schlimmsten Falle handelte es sich vorgefertigte Module, bei denen man nur den Namen der Firma eintragen musste und die überall zu sehen waren.

Man erreicht also exakt das Gegenteil von dem, was beabsichtigt war, einfach nur peinlich. Selbst wenn eine einigermaßen gute Animation vorliegt hatte ein Besucher diese beim Wiederaufruf der Seiten doch schon gesehen und entnervt den Skip-Link betätigt. Weiterlesen

12. August 2013 // Webdesign-Fehler, Folge 2: Kleingedrucktes

Bei manchen Webseiten fällt mir immer der Spruch des Kredithais in „Otto – Der Film“ von 1985 wieder ein, jener Szene, als der Protagonist für seine neue Firma einen Kreditvertrag unterschreiben soll:

Das Kleingedruckte sollten Sie besser nicht lesen, mein Freund, das ist schlecht für die Augen!

Scherz beiseite, trotz großer, hochauflösender Bildschirmen und neuen Möglichkeiten hinsichtlich Webfonts gibt es immer noch unzählige Webseiten, in denen der Text im, wie ich es nenne, „Kleingedrucktes-Stil“ angelegt wird, wo also eine sehr kleine Schrifthöhe und ein minimaler Zeilenabstand Verwendung findet. Hier ein Beispiel, wie so etwas aussehen kann: Weiterlesen

21. Juli 2013 // Webdesign-Fehler, Folge 1: Unflexibles Layout

Ich beginne heute eine neue Reihe mit der Überschrift „Webdesign-Fehler“. In unregelmäßigen Abständen werde ich dabei einige der Dinge aufzeigen, die mich an der Arbeit anderer Webdesigner stören und ich die bei meinen Seiten natürlich vermeide.

Alle haben den gleichen Bildschirm wie ich

Eines der ärgerlichsten Dinge, die mir beim Surfen im Netz immer wieder begegnen, ist ein unflexibles Layout. Ich spreche dabei nicht vom Fehlen eines sogenannten „Responsive Webdesign“, ein solches Layout ist natürlich toll aber nicht immer gewünscht und auch nicht immer machbar bzw. bezahlbar.

Ich spreche davon, dass das Layout mancher Webdesigner in keinster Art und Weise berücksichtigt, wie unterschiedlich die Anzeigeformate bei den Besuchern sein können. Man geht frei nach dem Motto „die ganze Welt hat gefälligst den gleichen Bildschirm zu benutzen, wie ich es tue“, vor. Hier ein Beispiel: Weiterlesen